gesehen: Ip Man
Gestern habe ich Ip Man geguckt, einen Film über den Wing Chun-Großmeister Yip Man. Ich bin ein wenig zwiegespalten.
Kommentare zum Film sprechen von herrlichen, nicht übertriebenen Kampfszenen. Dem muss ich widersprechen. Die Kampfszenen sind zwar herrlich, aber im schönsten Hollywood-Sinne übertrieben. Nach einem Tritt ein paar Meter fliegen, ja nee, is' klar. Allerdings stört das den Film nicht großartig.
Aber da sind noch die moralischen Werte. Ip Man, die Hauptfigur, wird als zurückhaltender, netter Mann dargestellt der einfach nur sehr gut kämpfen kann - dies aber nur im Notfall tut. Das wirkt im ersten Augenblick sehr edel. Als der Notfall, Krieg gegen die Japaner, dann eintritt hat er jedoch kein Problem damit es mit der Gewalt etwas zu übertreiben. Das passt nicht zur am Anfang des Films getroffenen Charakterisierung.
Genau das ist es womit ich bei Ip Man ein Problem habe: Insgesamt passt der Film nicht. Am Ende hatte ich zwar ein paar gute Kampfszenen gesehen, von Begeisterung war jedoch nichts zu spüren. Der Film war halt einfach vorbei.
Fazit: An sich bietet der Film mehr erzählerische Substanz als z.B. Ong Bak, ich finde die Story jedoch nicht besonders gut erzählt. Wer auf Filme steht die die Kampfkünste im Fokus haben wird sich dennoch mit Ip Man anfreunden können.