/home/rw Ein Geek. Ein Leben. Ein $HOME. Zig Systeme.

9Jan/120

Mac OS X Lion Server

Vor ein paar Tagen habe ich mein nicht mehr benutztes MacBook Pro zu einem Mac OS X Server gemacht. Für 39,99 € gibt's im Mac App Store alles was man dafür braucht. Augenscheinlich erst mal ein Programm mit ein paar Megabyte, aber keine Angst, es werden beim Aufruf noch ein paar Gigabyte nachinstalliert...

Wie dem auch sei, hat man erst einmal alles installiert steht einem ein einfaches Frontend für die Konfiguration des Servers zur Verfügung, genannt "Server".

An sich ja eine nette Sache, dem geübten Blick fallen aber gleich ein paar fehlende Punkte auf - was ist z.B. mit DHCP und DNS? So sehr ich Apples "nur das nötigste"-Herangehensweise mag, bei einem Programm zur Verwaltung eines Servers hätte ich auch alle möglichen Dienste erwartet, v.a. wenn es sich um Standard-Dienste handelt.

Aber egal, wie man am Screenshot erkennen kann ging es mir um genau einen Dienst: VPN. Im letzten Urlaub gab es zwar WLAN, das war aber unverschlüsselt. Nun nutze ich für meine Mails und co. schon verschlüsselte Varianten wie IMAPS, trotzdem war es ein komisches Gefühl. Der Wunsch nach einem VPN-Dienst keimte auf und endete in einem Test von blackVPN. Das war von der Performance her aber zu schwach.

Die nächste Idee war der Betrieb eines eigenen vServers um mir einen VPN-Dienst zur Verfügung zu stellen. Dabei bin ich auf technische Probleme gestoßen, selbst bei Servern die als "VPN ready" beworben wurden war PPTP oder L2TP schlichtweg nicht möglich. Also Haken dran.

Blieb die Variante Mac OS X Server. Ich hatte das ursprünglich als zu teuer abgetan, nach Prüfung des tatsächlichen Preises - vereinfacht gesagt 40 € - und Gegenrechnung eines vServers - mind. 5 € im Monat - sah die Sache aber schon anders aus. Und was soll ich sagen: Ein L2TP VPN kann man nicht einfacher konfigurieren.

Ja, tatsächlich, drei Einstellungen und ein Ein/Aus-Schalter, das war's. Fertig ist das L2TP VPN, inkl. IPsec. Die Konfiguration meines Routers hat mich dank gewisser Eigenheiten deutlich mehr Nerven gekostet.

22Jul/103

rotierendes Time Machine-Backup

Nachdem es in unserer Wohnung kürzlich einen Wasserschaden gab ist mir das Thema Backup, zu Deutsch Datensicherung, wieder stärker in den Sinn gekommen. Ich verwende zwar seit gut einem Jahr Time Machine, aber wenn es statt eines Wasserschadens ein Feuer gewesen wäre hätte mir das nichts gebracht - ein Feuer hätte sowohl mein System als auch mein Backup vernichtet. Deshalb habe ich mein Backup-Konzept überdacht und verbessert. Statt einer nutze ich jetzt zwei Festplatten für das Backup und lagere eine dieser Festplatten außerhalb der Wohnung.

Da die Einrichtung eines mehrere Festplatten nutzenden Backups mit Time Machine etwas kniffliger ist folgt eine längere Abhandlung zum ganzen Backup-Thema, mit dem Fokus auf Mac OS X bzw. Time Machine.

Grundlagen

Man unterscheidet zwischen mehreren Arten von Backups. Am wichtigsten sind On-Site- und Off-Site-Backups.

Als On-Site wird ein Backup bezeichnet wenn es sich am selben Ort befindet wie auch das System das gesichert wird. Bei einem Off-Site-Backup hingegen befinden sich das Backup und das System an zwei unterschiedlichen Orten.

Der Vorteil eines Off-Site-Backups liegt auf der Hand: Wird der Ort, an dem sich mein System befindet, zerstört, z.B. durch ein Feuer, sind beim On-Site-Backup sämtliche Daten vernichtet, inkl. des Backups. Beim Off-Site-Backup - ausreichende Distanz zwischen den Orten vorausgesetzt - überlebt entweder das System oder das Backup, abhängig vom Ort der vernichtet wird.

Ein "richtiges" Backup ist folglich ein Off-Site-Backup, denn nur das schützt ausreichend. Es werden dafür allerdings mindestens zwei Backup-Festplatten benötigt.

17Mrz/100

Mac OS X: Scanner schnell öffnen

Im Rahmen meiner digitalen Archivierung habe ich öfters den Scanner an unserem Multifunktionsgerät, ein Canon MP620, genutzt. Erschrocken hat mich dabei der ewig weite Weg bis zum scannen: Apple-Menü -> Systemeinstellungen -> Drucken & Faxen -> Scanner auswählen -> Scanner öffnen. Für ein System bei dem sonst alles betont einfach geht blamabel.

Doch es geht auch anders. Heute habe ich einfach mal probiert den Scanner aus dem Fenster "Drucken & Faxen" auf den Desktop zu ziehen. Und es funktioniert. Zieht man den Scanner aus dem Fenster wird eine Verknüpfung erstellt, d.h. man kann über das neue Icon sofort mit dem scannen loslegen.

Einfach!

3Nov/091

Mac OS X mit 64 Bit-Kernel

Im Zuge von Mac OS X 10.6 "Snow Leopard" hat Apple u.a. damit geworben dass das System jetzt mit 64 statt 32 Bit laufen würde. Was soweit auch stimmt, wäre da nicht eine kleine Gemeinheit: Standardmäßig wird nicht der 64 Bit-, sondern der 32 Bit-Kernel geladen.

Ich selber betreibe mein MacBook Pro jetzt seit Freitag mit dem 64 Bit-Kernel, einfach mal um zu testen in wieweit sich eine Veränderung ergibt. Ehrlich gesagt kann ich keine feststellen. Das System läuft nach wie vor schnell und zuverlässig, einzig die Ausgabe von uname -a sieht anders aus.

Erfreulich an der ganzen Sache ist das auch alle meine Anwendungen ohne Probleme laufen. Der 32 Bit-Kernel wird nämlich nur als Standard-Kernel benutzt um alte Anwendungen weiterhin lauffähig zu halten. D.h. dann wohl das ich keine Anwendungen habe die noch nicht mit 64 Bit laufen.

Wer den "echten" 64 Bit-Modus selber testen will: Einfach beim booten die Tasten 6 und 4 gedrückt halten.

3Sep/091

Snow Leopard

Seit zwei Tagen ist der Schneeleopard auf meinem MacBook Pro angekommen - bisher sind meine Erlebnisse durchwachsen.

Sehr gut hat sich das Update auf die Geschwindigkeit ausgewirkt, Grand Central Dispatch macht sich äußerst positiv bemerkbar. Konnte ich dank diverser Anwendungen die automatisch beim Login starten sonst gut eine Minute warten bis alles lief sind daraus unter Mac OS X 10.6 wenige Sekunden geworden. Hinzu kommen mehrere kleine, angenehme Verbesserungen in der Usability. Auf der Gegenseite stehen diverse Anwendungen die schlichtweg nicht funktionieren, u.a. GPGMail.

Geben wir den Drittherstellern mal einen Monat Zeit. Sollte zum anpassen der Anwendungen hoffentlich reichen. Wenn erst einmal wieder alle Anwendungen funktionieren kann man nichts negatives mehr über Snow Leopard sagen.

31Jul/092

iSync & Nokia E71: ein perfektes Team

Schande über mein Haupt das mir das erst jetzt aufgefallen ist: Bei Mac OS X befindet sich ein Programm namens iSync im Lieferumfang, es ist dazu da um Kontakte & Kalendereinträge zwischen dem Mac und einem mobilen Gerät zu synchronisieren. Von Haus aus wird mein Nokia E71 nicht unterstützt, aber glücklicherweise bietet Nokia selbst ein PlugIn für iSync an. Noch nicht mal 200 KB Download und eine kurze Installation später verstehen sich iSync und das E71 perfekt. Kabellos über Bluetooth.

Und ich war schon über MobileMe am nachdenken...

6Jul/090

Mac OS X und UMTS

Vor einiger Zeit habe ich einen langen Beitrag zum Thema UMTS unter Linux verfasst. Heute folgt das gleiche für UMTS unter Mac OS X.

Die Bedingungen sind gleich geblieben: Mein Ziel war es mit dem MacBook über mein Nokia E71 ins Internet zu gehen, Provider ist immer noch E-Plus. Kurz alle wichtigen Verbindungsdaten ergoogelt, es kann losgehen. Schritt für Schritt:

  • Handy über USB mit dem Mac verbinden
  • nach kurzer Zeit erkennt der Mac zwei neue Verbindungen, "Nokia E71" und "Nokia E71 2"
  • in die Systemeinstellungen gehen und den Punkt Netzwerk wählen
  • die Verbindung "Nokia E71 2" löschen (oder auch nicht, mich hat sie gestört)
  • die Verbindung "Nokia E71" anklicken
  • als Telefonnummer "internet.eplus.de" eintragen, als Namen "eplus", als Passwort "gprs"
  • in den weiteren Optionen den Hersteller "Nokia" und den APN "internet.eplus.de" eintragen

Fertig. Ab sofort kann mit dem Button "Verbinden" eine Internetverbindung aufgebaut werden. Alternativ kann man den Haken bei "Modemstatus in der Menüleiste einblenden" setzen und dann auch direkt über die Menüleiste eine Verbindung herstellen.

26Jun/092

Dock links

Um in der Höhe mehr Platz zu haben hab ich das Dock nach links gelegt. Extrem gewöhnungsbedürftig, für den Bildschirmplatz nur von Vorteil. Zumindest passt so meine virtuelle Maschine mit Windows in 1024x768px.

14Jun/090

Fernwartung via VNC

VNC, in meinem Fall TightVNC, ist Gold wert. Spätestens dann wenn man seinem Vater bei einem E-Mail-Problem helfen muss merkt man's. Ohne TightVNC wäre ich wohl nicht drauf gekommen warum Thunderbird eine Fehlermeldung ausspuckt - der E-Mail-Scanner von G DATA ist schuld.

Doch was ist VNC? Kurz gesagt ein Programm um den Bildschirm eines anderen zu sehen und zu kontrollieren. Das hört sich erst mal nach nichts besonderem an, gerade Windows-Anwender kennen dieses Feature - die Remote-Unterstützung ist standardmäßig eingebaut. Doch Virtual Network Computing (kurz VNC) hat einen Vorteil: Es ist plattformunabhängig. D.h. es gibt für alle großen (Windows, Mac, Linux) und etliche kleine Systeme sowohl Server- als auch Client-Programme.

12Mai/090

Time Machine – Top!

Die Jungs und Mädels von Apple wissen wie man Sachen verkauft, das muss man ihnen lassen. Mir aktuell aufgefallen bei Time Machine.

Time Machine ist Apples Backup-Software. Vom Prinzip her alles sehr einfach: Steckt man eine USB-Festplatte an den Mac wird man gefragt ob die Platte für Time Machine genutzt werden soll. Man sagt ja, Time Machine wird aktiviert, fertig. Ab sofort macht der Mac stündlich ein Backup und hält alte Backups solange es die Backup-Platte hergibt vor. Man hat somit die Möglichkeit den Mac ohne großen Aufwand in einen alten Zustand zu versetzen. Es reicht ein Frontend zu starten, den Zeitpunkt auszuwählen und den Befehl zum wiederherstellen zu geben. Alles sehr schick aufbereitet.

Für den professionellen Anwender sicher nichts besonderes - mein Linux-Client auf der Arbeit macht das selbe via rsync und crontab -, doch "Otto-Normal-Anwender" hat damit endlich eine Möglichkeit gefunden ohne großen Aufwand Backups zu erstellen. Gut gemacht Apple!