rotierendes Time Machine-Backup
Nachdem es in unserer Wohnung kürzlich einen Wasserschaden gab ist mir das Thema Backup, zu Deutsch Datensicherung, wieder stärker in den Sinn gekommen. Ich verwende zwar seit gut einem Jahr Time Machine, aber wenn es statt eines Wasserschadens ein Feuer gewesen wäre hätte mir das nichts gebracht - ein Feuer hätte sowohl mein System als auch mein Backup vernichtet. Deshalb habe ich mein Backup-Konzept überdacht und verbessert. Statt einer nutze ich jetzt zwei Festplatten für das Backup und lagere eine dieser Festplatten außerhalb der Wohnung.
Da die Einrichtung eines mehrere Festplatten nutzenden Backups mit Time Machine etwas kniffliger ist folgt eine längere Abhandlung zum ganzen Backup-Thema, mit dem Fokus auf Mac OS X bzw. Time Machine.
Grundlagen
Man unterscheidet zwischen mehreren Arten von Backups. Am wichtigsten sind On-Site- und Off-Site-Backups.
Als On-Site wird ein Backup bezeichnet wenn es sich am selben Ort befindet wie auch das System das gesichert wird. Bei einem Off-Site-Backup hingegen befinden sich das Backup und das System an zwei unterschiedlichen Orten.
Der Vorteil eines Off-Site-Backups liegt auf der Hand: Wird der Ort, an dem sich mein System befindet, zerstört, z.B. durch ein Feuer, sind beim On-Site-Backup sämtliche Daten vernichtet, inkl. des Backups. Beim Off-Site-Backup - ausreichende Distanz zwischen den Orten vorausgesetzt - überlebt entweder das System oder das Backup, abhängig vom Ort der vernichtet wird.
Ein "richtiges" Backup ist folglich ein Off-Site-Backup, denn nur das schützt ausreichend. Es werden dafür allerdings mindestens zwei Backup-Festplatten benötigt.
Time Machine – Top!
Die Jungs und Mädels von Apple wissen wie man Sachen verkauft, das muss man ihnen lassen. Mir aktuell aufgefallen bei Time Machine.
Time Machine ist Apples Backup-Software. Vom Prinzip her alles sehr einfach: Steckt man eine USB-Festplatte an den Mac wird man gefragt ob die Platte für Time Machine genutzt werden soll. Man sagt ja, Time Machine wird aktiviert, fertig. Ab sofort macht der Mac stündlich ein Backup und hält alte Backups solange es die Backup-Platte hergibt vor. Man hat somit die Möglichkeit den Mac ohne großen Aufwand in einen alten Zustand zu versetzen. Es reicht ein Frontend zu starten, den Zeitpunkt auszuwählen und den Befehl zum wiederherstellen zu geben. Alles sehr schick aufbereitet.
Für den professionellen Anwender sicher nichts besonderes - mein Linux-Client auf der Arbeit macht das selbe via rsync und crontab -, doch "Otto-Normal-Anwender" hat damit endlich eine Möglichkeit gefunden ohne großen Aufwand Backups zu erstellen. Gut gemacht Apple!