Snow Leopard
Seit zwei Tagen ist der Schneeleopard auf meinem MacBook Pro angekommen - bisher sind meine Erlebnisse durchwachsen.
Sehr gut hat sich das Update auf die Geschwindigkeit ausgewirkt, Grand Central Dispatch macht sich äußerst positiv bemerkbar. Konnte ich dank diverser Anwendungen die automatisch beim Login starten sonst gut eine Minute warten bis alles lief sind daraus unter Mac OS X 10.6 wenige Sekunden geworden. Hinzu kommen mehrere kleine, angenehme Verbesserungen in der Usability. Auf der Gegenseite stehen diverse Anwendungen die schlichtweg nicht funktionieren, u.a. GPGMail.
Geben wir den Drittherstellern mal einen Monat Zeit. Sollte zum anpassen der Anwendungen hoffentlich reichen. Wenn erst einmal wieder alle Anwendungen funktionieren kann man nichts negatives mehr über Snow Leopard sagen.
iTunes-Sucht
iTunes ist der Untergang der modernen Welt! In den exakt zwei Wochen die ich jetzt einen Account für den Store habe sind schon 77,86 € für acht Alben draufgegangen. Acht! Das ist ungefähr die Anzahl an Alben die ich mir sonst im Jahr gekauft habe!
Apple Remote
Am Samstag hat meine Freundin ihren Geburtstag nachgefeiert. Die Musik sollte mein MacBook Pro über den Verstärker liefern, ich hatte aber keine Lust das jeder an dem Ding rumspielt, möglicherweise noch mit bierigen Fingern. Bühne frei für die Apple Remote.
drei Monate MacBook Pro
Vor (fast) genau drei Monaten, am 29. April, habe ich mir mein MacBook Pro zugelegt. Zeit für ein Fazit.
Das Ultra-Kurz-Fazit sieht so aus: Ich bin begeistert. Und das soll bei einem mit Technik nur so verwöhnten Menschen wie mir was heißen. Grund für die Begeisterung sind mehrere Dinge:
MediaBook
Auf der gestrigen Rückfahrt hat sich das MacBook als idealer Reisebegleiter erwiesen.
Eigentlich sollten wir mit einer Mitfahrgelegenheit nach Hause kommen, die hat aber einen Tag vorher - immerhin - abgesagt. Da spontan keine neue Gelegenheit zu bekommen war blieb uns nur die Deutsche Bahn. Zwei Stunden Fahrt, 30 Minuten warten, nochmal zwei Stunden Fahrt. Handy-Headset dabei um Musik zu hören? Natürlich nicht. Horror pur.
Aber das MacBook Pro war in der Tasche. Schnell noch zwei Paar Kopfhörer und einen Buchsendoppler gekauft, dazu eine DVD ("The Good German") und schon konnte die Fahrt losgehen. Und der Akku hat tatsächlich gehalten. Wir konnten auf der ersten Strecke den Film komplett sehen, die zweite Strecke haben wir mit MP3 hören zugebracht. Alles mit sehr gutem Klang, die Kopfhörerbuchse vom MacBook ist super.
Apple begeistert mich immer mehr!
Time Machine – Top!
Die Jungs und Mädels von Apple wissen wie man Sachen verkauft, das muss man ihnen lassen. Mir aktuell aufgefallen bei Time Machine.
Time Machine ist Apples Backup-Software. Vom Prinzip her alles sehr einfach: Steckt man eine USB-Festplatte an den Mac wird man gefragt ob die Platte für Time Machine genutzt werden soll. Man sagt ja, Time Machine wird aktiviert, fertig. Ab sofort macht der Mac stündlich ein Backup und hält alte Backups solange es die Backup-Platte hergibt vor. Man hat somit die Möglichkeit den Mac ohne großen Aufwand in einen alten Zustand zu versetzen. Es reicht ein Frontend zu starten, den Zeitpunkt auszuwählen und den Befehl zum wiederherstellen zu geben. Alles sehr schick aufbereitet.
Für den professionellen Anwender sicher nichts besonderes - mein Linux-Client auf der Arbeit macht das selbe via rsync und crontab -, doch "Otto-Normal-Anwender" hat damit endlich eine Möglichkeit gefunden ohne großen Aufwand Backups zu erstellen. Gut gemacht Apple!
3 Tage Mac
Der dritte Tag Mac-Dauernutzung neigt sich dem Ende zu, und bis jetzt kann ich ein rundum positives Fazit ziehen. Mal ganz abgesehen vom Design sind mir folgende Dinge aufgefallen:
- Das riesige Touchpad ist einfach genial. Und im Gegensatz zu allen anderen Touchpads die ich kenne von Anfang an angenehm zu nutzen - die Oberfläche ist sehr glatt.
- Die MultiTouch-Funktion macht das Touchpad noch genialer. Mauspfeil bewegen und klicken mit einem Finger, will man scrollen - egal ob vertikal oder horizontal oder diagonal - einfach noch einen zweiten Finger dazu nehmen. Ich ertappe mich jetzt schon wie ich dieses Feature auf Standard-Touchpads nutzen will.
- Die eingebauten Boxen sind die besten und lautesten die ich bisher in einem Notebook gesehen / gehört habe.
- Anwendungen werden installiert in dem man ein Archiv öffnet und die Anwendung (= eine Datei) irgendwo auf die Festplatte kopiert. Da können Windows und Linux einfach nicht mithalten.
- Obwohl das Display spiegelt erkennt man alles sehr gut, auch mit Tageslicht im Rücken. Wird wohl daran liegen dass das Display sehr hell ist und sehr satte Farben liefert.
- Die Tasten sind beleuchtet. Hört sich im ersten Moment nach absolutem Quatsch an, man liebt dieses Feature aber wenn man zum ersten mal in einem schlecht beleuchtetem Raum ernsthaft tippen will. Die Beleuchtung ist übrigens abhängig vom einfallenden Licht geregelt...
- Der Ruhezustand ist zu gebrauchen. Deckel zu, fast sofort ist er aktiv. Deckel auf, drei Sekunden später kann man weitermachen.
Alles in allem sind es viele Details die das MacBook von anderen Geräten abheben, und bis jetzt macht es eine Menge Spaß eben jene Details zu entdecken. Soviel Spaß das ich mein geliebtes Linux-Notebook in den letzten Tagen nur wenige Stunden in Betrieb hatte, heute noch nicht mal eine Minute.
Respekt an Apple! Und mal gucken wie es sich weiterentwickelt zwischen mir und meinem Mac...
New Kid on the Block
2,4 GHz, 4 GB RAM, 320 GB HDD @ 7200 rpm.

Mal sehen was die ganzen Fanboys so toll an diesen Dingern finden.