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2Dez/079

der (fast) perfekte Linux-Laptop

Es ist schon etwas länger her, wenn mich nicht alles täuscht etwas mehr als einen ganzen Monat: Ich habe mir einen neuen Laptop zugelegt.

Die technischen Voraussetzungen für das neue Gerät waren im Vorfeld leicht zu benennen:

  • Dual Core, mindestens 1,6 GHz, bevorzugt von Intel
  • 2 GB RAM
  • mindestens 120 GB HDD
  • 15"- bzw. 15,4"-Format
  • mattes Display
  • ordentliche Akku-Laufzeit
  • Linux-kompatibel

Natürlich nebst den heute üblichen Merkmalen wie USB 2.0 und integriertem WLAN.

Nach langem hin und her fiel dann die Entscheidung: Ein Acer TravelMate 5720 sollte die Nachfolge meines Compaq Evo N600c antreten. Die Entscheidung habe ich bis heute keine Sekunde bereut.

Qual der Wahl

Von den verschiedenen von Acer angebotenen Versionen des TM 5720 habe ich mich für die Variante TM 5720-301G16 entschieden, das mit folgenden Eckdaten daher kommt:

  • Intel Core 2 Duo T7300 (2,0 GHz, 800 MHz FSB, 4 MB L2 Cache)
  • 15,4" WXGA (1280x800) LCD, matt
  • 1 GB RAM
  • 160 GB HDD

Den RAM habe ich kurzerhand selbst aufgerüstet, was sich recht fummelig gestaltete - hier ist Dell um Längen besser.

Betriebssystem-Sorgen

Da ich das Gerät exklusiv mit Linux betreiben wollte musste als erstes das vorinstallierte Windows XP Professional weichen. Da Acer aber keine Medien mitliefert wollte ich zuerst eine Sicherung (Recovery-CD) erstellen, was angeblich mit Hilfe der Service-Partition möglich ist. Also flugs in eben jene Partition booten und die Sicherung erstellen - dachte ich. "Flugs" war nicht möglich, und da ich OEM-CDs von Windows XP besitze hatte ich keine Lust zu warten.

Ergo habe ich den Laptop radikal ausgeschaltet und Kubuntu installiert. Ein Fehler. Denn Kubuntu wollte nicht booten.

Nach ein wenig Tüftelei war klar wieso: Anscheinend ändert der Laptop von selbst Daten auf der ersten Partition ab, ich tippe mal das liegt an meinem vergeblichen Versuch in die Service-Partition booten. Die Lösung: Eine kleine erste Partition erstellen und die dann einfach nicht nutzen. Klingt komisch, ist aber so. Jedenfalls hatte Kubuntu nach einer erneuten Installation - unter nichtbeachtung der ersten Partition - keine Probleme mehr.

fast alles Out-of-the-Box

Nachdem die Hürde mit der Installation genommen war fing der angenehme Teil an: Es funktioniert einfach. Fast alles. Aber immerhin alles was mir wichtig war. Einfach so. Keine Fummelei. Herrlich.

Soll konkret heißen: Die Grafikkarte (Intel GMA X3100) wurde korrekt erkannt und läuft mit 3D-Beschleunigung. Der Sound funktioniert wunderbar. Die USB-Anschlüsse machen keine Probleme. Selbst der integrierte Kartenleser und Bluetooth funktionieren ohne weiteres zutun. Das einzige was nicht funktioniert ist die im Deckel integrierte Webcam, mehr als ein einziges Bild ist da nicht zu holen. Aber wer braucht schon eine Webcam?

Business-Notebook?

Ein wenig Enttäuschung kam bei genauerer Betrachtung des TM 5720 unter dem Aspekt "Business-Notebook" auf.

Der DVD-Brenner sitzt nicht etwa in einem Media Bay, stattdessen ist er fest verbaut. Und eine Media Bay sucht man auch an anderer Stelle vergeblich. Somit fallen Features wie der Betrieb mit zwei Akkus - das liebe ich sowohl bei meinem alten Evo als auch bei meinem Firmen-Dell D630 - unter den Tisch. Die Akku-Laufzeit ist dafür mit ca. 4 Stunden (laut Anzeige, in der Dauer ungetestet) sehr gut.

Ebenso kann ich keinerlei Anschlussmöglichkeit für eine Docking-Station erkennen, was mich zutiefst wundert - das ist heutzutage doch schon bei Consumer-Geräten was normales!

Fazit

Mit 949 € Kaufpreis ein guter Kauf. Die Performance des Geräts ist super, der Linux-Support ebenfalls. Große Wehrmutstropfen gibt es nicht. Wer einen Linux-Laptop sucht sollte sich das Acer TravelMate 5720 definitiv mal angucken.

Kommentare (9) Trackbacks (0)
  1. Hmm, wie sah es mit WLAN aus? Ich habe kürzlich versucht Debian auf meinem Thinkpad zu installieren und habe die WLAN-Karte zum Verrecken nicht ans Laufen bekommen…

  2. Lief out-of-the-box. Ist in meinem Fall eine Intel 3945, die wird sowas von native unterstützt das sie als eth1 läuft (und nicht als ath0 oder ähnlich).

  3. Ich habe mir vor kurzem ein Acer Extensa 5220 gekauft, da lief auch alles auf anhieb (Debian Lenny). Für 450 Euro (+ 20 Euro für nen extra GB Ram) kann man echt nicht meckern, den gibts sogar ohne Windows (spart man 100 Euro was ich auch gemacht habe).

  4. Hm zu Acer kann ich nur sagen, dass ich anfangs ganz zufrieden mit meinem Aspire war, nach 2 Jahren allerdings das gehäuse am Scharnier am Display einreisst. Mal sehen wann es knack macht und ich das Display in der Hand hab. ;)

    btw. gut, dass es wieder was zum lesen gibt.

  5. “btw. gut, dass es wieder was zum lesen gibt.”

    Danke apU, wenigstens einer der das zu würdigen weiss! ;)

    Vor dem Aspire hatte mich ein Kumpel gewarnt der viel mit Acer-Geräten zu tun hat, eben weil Consumer-Linie… Mal abwarten wie sich das TravelMate so schlägt, bis jetzt bin ich guter Dinge.

  6. naja, die travelmates hatten damals nicht die ausstattung, dümpelten noch mit 1027×768 auf mattierten displays rum, während der aspire schon nen hochglanz 1280×800 samsungpanel hatte. da fiel die entscheidung nicht schwer ;)

  7. Jo – ich hätte mich schon damals für’s TravelMate entschieden. Ich mag Glare-Displays absolut nicht.

  8. ah ok, ist ja auch geschmackssache. ;)

  9. Glare-Displays sind echt das allerletze :)


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